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Großer Bruder Smart-TV

Shane Harris schrieb im The Daily Beast, Samsung versetze seine Kunden in Aufruhr, weil mithilfe gewisser Samsung-Produkte, unter anderem dem Smart-TV, Daten für Dritte gesammelt werden.

Ein einzeiliger Warnhinweis inmitten der allgemeinen Geschäftsbedingungen weist daraufhin, dass das TV-Gerät Gespräche mithört und die Informationen an eine ungenannte dritte Stelle übermittelt, sobald die Sprachsteuerung aktiv ist. Da die meisten Konsumenten die AGBs der Produkte nicht lesen, sind sie sich nicht im Klaren da­rüber,  auf welche Art die Geräte Daten sammeln und speichern. Samsung  äu­ßerte,  dass  Konsumenten den Geschäftsbedingungen zustimmen würden, indem sie die Stimmerkennungs­funktion nutzen.

Verbraucherschutzver­bände  haben  die  Angelegenheit mit George Orwells Roman 1984  verglichen, in  dem  Fernsehgeräte  für Spionagezwecke  einge­setzt werden.  Neben The Daily Beast gehörte  die BBC zu  den  ersten  gro­ßen  Medienkanälen,  die diese  Nachricht öffentlich machten.  Die  Geschichte von Samsungs  „lauschen­dem“  TV-Gerät fand  zwar Erwähnung in einigen Bei­trägen  größerer  Medien­konzerne – einschließlich CNN-, erfährt  gemessen an der Tragweite der Ent­hüllungen und der Anzahl der  Betroffenen  aber viel zu  wenig öffentliche  Aufmerksamkeit.

Source: http://tinyurl.com/Ijq2g8z

xHamster Statistik und Zahlen für 2015

Nicht, dass wir uns falsch verstehen: der folgende Beitrag macht weder Werbung für Pornographie, noch verbreitet er sie – aus diesem Grund wird es auch keinen Direktlink zur Quelle geben, vielmehr soll dieser kurze Artikel als dauerhaft einsehbare, verwertbare Quelle zur Aufbewahrung statistischen Wissens dienen.

Diese hier nicht explizit verlinkte Quelle ist der im Titel genannte Anbieter für kostenlose Pornographie „xHamster“, der dem interessierten Nutzer einen Einblick in die Jahresstatistik von 2015 gestattet. In diesem sind bemerkenswerte Zusammenhänge festzustellen, etwa welche Länder wie oft pro Einwohner auf die Erotikwebseite zugreifen. Mit großem Abstand führt Deutschland diese Statistik an: 32 mal hat ein jeder Deutsche die Internetseite 2015 besucht und belegt damit den 1. Platz! Im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Einwohner ist dies ein recht hoher Wert, was im Vergleich zur Anzahl der Videoviews ersichtlich wird:  7,3 Millionen hiervon kamen aus den USA (Platz 1), während Deutschland mit 2,6 Millionen vergleichsweise viel aufzuweisen hat – denn die Einwohnerzahl Deutschland beträgt gerundet 80 Millionen, während in den USA 320 Millionen Menschen leben. Verhältnismäßig viele Menschen schauen also verhältnismäßig oft Pornos in Deutschland.

Mit fast 50 Millionen Suchanfragen war das Wort „teen“ der am häufigsten gesuchten Begriff (länderübergreifend). Insgesamt wurden ganze 33 Milliarden (!) Mal Videos angeschaut, die 243.369 Stunden angesehenes Material ausmachen!

Eine interessante Frage wäre: Wieso liegen die USA als (vermeintlich) weltweit größter Pornoexporteur im relativen Verhältnis abgeschlagen hinten? Und weshalb befinden sich die Deutschen so weit an der Spitze?

Zunächst müsste man einmal alle genannten Länder mit deren Einwohnerzahl vergleichen, um hier verlässlich weitergehende Aussagen treffen zu können. Und der Grund, weshalb vergleichsweise wenig US-Amerikaner Pornos schauen, dürfte wohl zuvorderst in der Tabuisierung von Sex innerhalb der amerikanischen Gesellschaft liegen – selbst Brüste müssen dort ja im Fernsehen verpixelt werden.

Statistik für xHamser – Zahlen, Daten, Zugriffe, Views etc.

Abschließend nun die Ergebnisse von xHamster als verwertbare Quellen. Hierzu wurden die Ergebnisse mittels Screenshot gespeichert, um so authentisch wiedergegeben werden zu können:

xhamster stats 1xhamster stats 2xhamster 3xhamster 4xhamster 5xhamster 6 stats views results 2015

Alles muss raus: Softwarefehler treibt Amazonhändler in den Ruin

Automatisch und autark handelnde Trading-Software war mir bisher nur von der Börse bekannt: Fallen die Kurse unter ein gesetztes Minimum, werden die Pakete sofort verkauft. Schon dort kam es immer mal wieder zu kuriosen Talfahrten, weil sich manchmal die Software-Programme der Börsianer gegenseitig ausschalteten und solange verkauften – und dadurch die Kurse in den Keller trieben – bis man von Menschenhand eingriff.amazon_repricerExpress_penny

Jetzt hat dieses Phänomen auch den Versandhändler Amazon erwischt:

Wegen einem Softwarefehler des Programms für automatische Preisanpassung „RepricerExpress“  wurden jetzt Waren aller Art für nur einen (!) Penny bei Amazon angeboten – und auch prompt von begeisterten Kunden gekauft wie geliefert. Im Nu waren ganze Lagerbestände ausverkauft und Händlerexistenzen zerstört, da teilweise dutzende bis hundert Stück desselben Artikels pro Kunde bestellt wurden. Doch nicht nur das, denn die Amazonverkaufsgebühren blieben von diesem Preisfehler unangetastet und berechneten den gewohnten Betrag!

Die Verantwortlichen von „RepricerExpress“ bedauerten den Vorfall und baten um Entschuldigung. Sie versicherten zudem, dass die Verkäufer für diesen Fauxpas „nicht bestraft“ würden. Wie dies jedoch in der Praxis aussehen soll, wer die finanzielle Verantwortung übernimmt ist noch völlig unklar, schließlich wurden viele Waren bereits den Endkunden postalisch zugestellt. Ein Zurückfordern der Produkte scheint wenig wahrscheinlich.

kinox.to „gefickt“?!

Sieht ganz so aus – doch zunächst: verzeiht die Gossensprache im Titel, doch auf genau solchkinox to gefickt niedrigem Niveau bewegen sich die Verfolgungsbehörden und ihre geistigen Brandstifter. Seit gestern ist bekannt, dass die Polizei mit einem SEK-Einsatzteam (!) das Elternhaus der kinox.to-„Drahtzieher“ gestürmt hatte, doch die „Tat“verdächtigen sind wohl auf der Flucht und wurden daher nicht angetroffen. Gesucht wurden zwei Brüder im Alter von 21 und 25 Jahren! Das muss man sich mal vorstellen: zwei halbe Teenager haben das, was die Filmindustrie trotz ihrer Kapazitäten seit dem Internetzeitalter einfach nicht hinbekommen mag, in Eigenleistung geschafft; nämlich Schaffung und Aufrechterhaltung einer allgemein zugänglichen Plattform für alle Serien, Filme, Dokumentationen etc. durch Werbefinanzierung. Trotz gewohnt durchschnittlicher Video-Qualität liegt das scheinbar gebustete kinox.to mit anderen illegalen Streamingportalen in der Nutzung abgeschlagen vorne. Die Contentmafia sollte sich mal fragen: Wieso schaffen vermeintliche Amateure aus dem Nichts etwas, das wir partout nicht hinbekommen? Vielleicht liegt die Antwort gnadenlos auf der Hand – nur hören wollen sie es nicht, denn sie lautet: Profitgier! Aufgrund der Summen, die man sich erhofft und auch erwünscht, kosten legale Dienste wie maxdome etc. locker zweistellige Beträge im Monat für den Endnutzer. Das ist einfach viel zu viel – aus unseren Augen, der Nutzerschaft, und da wir die Nachfrage stellen, müssen sich die Anbieter langfristig auch daran orientieren.

Wie könnte man die Kosten eindämmen?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Großteil von kinox.to- und anderen Streamingportal-Nutzern bereit wäre, für eine monatliche Flatrate von 5 bis 10 Euro auf alle (!) gewünschten Unterhaltungsinhalte zugreifen zu dürfen (Stichwort „Kulturflatrate„). Dazu müssten aber die Verantwortlichen auf eine erhebliche Menge ihrer Gagen und Gehälter verzichten: Muss es wirklich sein, dass Hollywood“stars“ zweistellige Millionenboni für einen (!) Film bekommen (andere müssten für solche Beträge einige tausend (!) Jahre arbeiten gehen, wie absurd)? Das gleiche gilt für Seriendarsteller und die Produzenten wie Eigentümer. Das richtige Maß war hier noch nie vorhanden und fällt denjenigen nun gewaltig auf die Füße. Solang sich daran also nichts ändert, wird es „illegale“ Angebote wie kinox.to und co weiterhin geben. Selten stimmt die Floskel so sehr wie in diesem Fall, doch: selbst Schuld, liebe Contentmafia – ihr erstickt noch an eurer eigenen Geldgier!

Alternative zu kinox.to?

Noch ist die Originaldomain online – und hat auch präventiv Alternativdomains offengelegt (siehe unten). Doch im Fall der Fälle gäbe es reichlich Alternativen zu kinox.to! Zum Beispiel movie4k.to oder auch burning-seri.es etc. pp. Schließen die ewiggestrigen Rechteinhaber und Behörden eine Seite, tauchen sodann 7 neue auf – diese Hydra kann man nicht besiegen, der Kampf gegen sie ist absurd.

UPDATE zur Polizeifahndung:

Jetzt fahndet sogar schon die Polizei auf ihrer offiziellen Seite mit Passfoto und Klarnamen nach den kinox.to-Betreibern. Besonders interessant ist dabei die krasse Formulierung, mit der sie dargestellt werden – so als ob wir es hier mit der Mafia höchstpersönlich zu tun haben würden:

„Die Brüder XXX und XXX stehen im dringenden Tatverdacht, als Gründer und Rädelsführer einer kriminellen Vereinigung im Zusammenhang mit dem Betreiben des Raubkopienportals kinox.to spätestens seit dem 21. Juni 2011 und ihrer Filehoster freakshare.com und bitshare.com bereits seit spätestens 2009 Straftaten, wie Räuberische Erpressung, Nötigung, Brandstiftung, Urheberrechtsverletzung und Steuerhinterziehung, begangen zu haben.“

[Hervorhebung und Namenszensur durch mich]

Abschließend noch die offizielle „Pressemitteilung“ von kinox.to zur ganzen Affäre:

Liebe FAP und Fans – Macht Oesterreich jetzt einen auf Nordkorea?

Wie ihr alle wisst, stellt KinoX keine direkten Links zu dem jeweiligen Stream, sondern indixiert es, wie es auch Google macht. Wollt ihr als naechstes Google sperren? Ihr zerstoert durch sinnlose Forderungen das ganze Internet!
Unsere Kultur entwickelte sich ueber das Kopieren und Sharen und nicht durch irgendwelche Einschraenkungen. Wir duerfen uns nicht ins Mittelalter zurueckschubsen lassen, weil irgendwelche alten Saecke noch im letzten Jahrhundert leben. #neuland
Haette es so ernste Copyrightverstoesse gegeben, warum kontaktiert ihr uns nicht wie alle anderen einfach per Kontakt Formular und teilt uns eure Probleme mit? Wir bearbeiten alle Copyrightverstoesse, wie jeder Dienst es im Internet auch machen muss.
Doch durch einen massiven finanziellen Einfluss und Lobbyismus versucht ihr Gesetze zu veraendern und anzupassen, damit es euch, der Content Mafia passt. #nonsenseGVU/VAP

Lasst euch von der Content-Mafia nicht herumschubsen und lasst euch nicht vorschreiben welche Seiten ihr besuchen duerft und welche nicht. Diese Entscheidung sollte euch ueberlassen werden! #freedom

Wir indexieren uebrigens wie viele andere Dienste auch legale Filme und Inhalte wie zum Beispiel: http://kinox.to/Stream/Rip_a_remix_manifesto.html und speichern nur Links und keine direkten Inhalte.
Da wir nicht nur tatenlos zuschauen, und euch gleichzeitig zeigen wollen, das Zensur keine LOESUNG ist, haben wir bereits ueber 30 Ersatz Domains mit verschiedenen IPs eingerichtet: bitte benutzt folgende Domains fuer den Anfang:

http://kinox.tvhttp://kinox.me

PS: Falls ihr unsere Alternativ Domains nicht benutzen wollt, benutzt den oeffentlichen Google DNS Server: 8.8.8.8!
Ansonsten kann auch ein VPN oder der Kostenlose Tor Browser benutzt werden!
Update 26.10.2014 – @GVU: Ihr macht euch laecherlicher als ihr seid. Aber VIELEN DANK erneut fuer die extreme (unbezahlbare) Werbung!! 🙂