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Jetzt auch „boerse.bz“ gebusted

Die schlechten Nachrichten für uns arme Unterhaltungsfreunde elektronischer Medien wollen einfach kein Ende nehmen. Heute wurde bekannt, dass „rund 400 Polizisten in 14 Bundesländern insgesamt 121 Wohnungen von mutmaßlichen Verantwortlichen des einschlägigen Forums Boerse.bz durchsucht [haben]“. (via heise) Normale User sollten nicht viel zu befürchten haben, konzentrierten sich doch die Ermittlungen in erster Linie auf die „Power-Uploader“ und sonstige Board-Größen. Featured image

Kurios hierbei mutet jedoch die Tatsache an, dass dieses Board boerse.bz seit einigen Monaten schon halbtot gewesen ist, weil deutsche Nutzer ausgesperrt wurden und die Community zu Alternativen auswanderte (siehe unten). Durch diesen „Erfolg“ werden sich also die Konkurrenz-Plattformen nur noch weiter in ihrer Sicherheitsarchitektur verstärken.

Was ist „boerse.bz“?

Bei boerse.bz konnte man anders als bei kinox.to nicht Filme oder Serien streamen, sondern komplett downloaden. daneben erfreuten sich aber auch unzählige Computerspiele wie Musik und Software-Programme großer Beliebtheit ob ihres unkomplizierten, kostenlosen Downloads. Nach ersten Schätzungen von „Similarweb“ wurde Boerse.bz im vergangenen Monat ca. 5,6 Millionen Mal aufgerufen.

Nach kinox.to nun auch boerse.bz „gefickt“?

Sieht nach aktuellen Medienberichten ganz danach aus – auch wenn die Seite weiterhin online und erreichbar scheint, so wurde sie doch ihres Fundamentes beraubt: nämlich der dutzenden hauptaktiven Uploader und Administratoren. Genau wie beim „gefickten“ kinox.to stellt sich aber die Frage nach dem Weiterbetrieb und der Aufrechterhaltung wie vor allem der Aktualisierung des Portals. Wenn die Köpfe am Schaltpult von den Exekutivbehörden enthauptet wurden, wer schaltet und waltet dann überhaupt noch? Wer sorgt für kontinuierliche Fortsetzung der Uploads etc.?

Alternative zu boerse.bz

Wie bei kinox.to gibt es auch hier Alternativen zu boerse.bz, beispielsweise http://mygully.com/  oder auch der direkte boerse.bz-Nachfolger https://boerse.to/

Dass die Behörden und vor allem die Content-Mafia einfach nicht begreifen, dass sie mit jedem Köpfeabschlagen der Hydra „Raubkopierportal“ mindestens zwei neue erschaffen; ein aussichtsloser Kampf gegen Windmühlen mit dem Ergebnis, dass wir Nutzer solange auf solche Portale zurückgreifen wie es keine akzeptable, legale Lösung gibt…

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kinox.to „gefickt“?!

Sieht ganz so aus – doch zunächst: verzeiht die Gossensprache im Titel, doch auf genau solchkinox to gefickt niedrigem Niveau bewegen sich die Verfolgungsbehörden und ihre geistigen Brandstifter. Seit gestern ist bekannt, dass die Polizei mit einem SEK-Einsatzteam (!) das Elternhaus der kinox.to-„Drahtzieher“ gestürmt hatte, doch die „Tat“verdächtigen sind wohl auf der Flucht und wurden daher nicht angetroffen. Gesucht wurden zwei Brüder im Alter von 21 und 25 Jahren! Das muss man sich mal vorstellen: zwei halbe Teenager haben das, was die Filmindustrie trotz ihrer Kapazitäten seit dem Internetzeitalter einfach nicht hinbekommen mag, in Eigenleistung geschafft; nämlich Schaffung und Aufrechterhaltung einer allgemein zugänglichen Plattform für alle Serien, Filme, Dokumentationen etc. durch Werbefinanzierung. Trotz gewohnt durchschnittlicher Video-Qualität liegt das scheinbar gebustete kinox.to mit anderen illegalen Streamingportalen in der Nutzung abgeschlagen vorne. Die Contentmafia sollte sich mal fragen: Wieso schaffen vermeintliche Amateure aus dem Nichts etwas, das wir partout nicht hinbekommen? Vielleicht liegt die Antwort gnadenlos auf der Hand – nur hören wollen sie es nicht, denn sie lautet: Profitgier! Aufgrund der Summen, die man sich erhofft und auch erwünscht, kosten legale Dienste wie maxdome etc. locker zweistellige Beträge im Monat für den Endnutzer. Das ist einfach viel zu viel – aus unseren Augen, der Nutzerschaft, und da wir die Nachfrage stellen, müssen sich die Anbieter langfristig auch daran orientieren.

Wie könnte man die Kosten eindämmen?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Großteil von kinox.to- und anderen Streamingportal-Nutzern bereit wäre, für eine monatliche Flatrate von 5 bis 10 Euro auf alle (!) gewünschten Unterhaltungsinhalte zugreifen zu dürfen (Stichwort „Kulturflatrate„). Dazu müssten aber die Verantwortlichen auf eine erhebliche Menge ihrer Gagen und Gehälter verzichten: Muss es wirklich sein, dass Hollywood“stars“ zweistellige Millionenboni für einen (!) Film bekommen (andere müssten für solche Beträge einige tausend (!) Jahre arbeiten gehen, wie absurd)? Das gleiche gilt für Seriendarsteller und die Produzenten wie Eigentümer. Das richtige Maß war hier noch nie vorhanden und fällt denjenigen nun gewaltig auf die Füße. Solang sich daran also nichts ändert, wird es „illegale“ Angebote wie kinox.to und co weiterhin geben. Selten stimmt die Floskel so sehr wie in diesem Fall, doch: selbst Schuld, liebe Contentmafia – ihr erstickt noch an eurer eigenen Geldgier!

Alternative zu kinox.to?

Noch ist die Originaldomain online – und hat auch präventiv Alternativdomains offengelegt (siehe unten). Doch im Fall der Fälle gäbe es reichlich Alternativen zu kinox.to! Zum Beispiel movie4k.to oder auch burning-seri.es etc. pp. Schließen die ewiggestrigen Rechteinhaber und Behörden eine Seite, tauchen sodann 7 neue auf – diese Hydra kann man nicht besiegen, der Kampf gegen sie ist absurd.

UPDATE zur Polizeifahndung:

Jetzt fahndet sogar schon die Polizei auf ihrer offiziellen Seite mit Passfoto und Klarnamen nach den kinox.to-Betreibern. Besonders interessant ist dabei die krasse Formulierung, mit der sie dargestellt werden – so als ob wir es hier mit der Mafia höchstpersönlich zu tun haben würden:

„Die Brüder XXX und XXX stehen im dringenden Tatverdacht, als Gründer und Rädelsführer einer kriminellen Vereinigung im Zusammenhang mit dem Betreiben des Raubkopienportals kinox.to spätestens seit dem 21. Juni 2011 und ihrer Filehoster freakshare.com und bitshare.com bereits seit spätestens 2009 Straftaten, wie Räuberische Erpressung, Nötigung, Brandstiftung, Urheberrechtsverletzung und Steuerhinterziehung, begangen zu haben.“

[Hervorhebung und Namenszensur durch mich]

Abschließend noch die offizielle „Pressemitteilung“ von kinox.to zur ganzen Affäre:

Liebe FAP und Fans – Macht Oesterreich jetzt einen auf Nordkorea?

Wie ihr alle wisst, stellt KinoX keine direkten Links zu dem jeweiligen Stream, sondern indixiert es, wie es auch Google macht. Wollt ihr als naechstes Google sperren? Ihr zerstoert durch sinnlose Forderungen das ganze Internet!
Unsere Kultur entwickelte sich ueber das Kopieren und Sharen und nicht durch irgendwelche Einschraenkungen. Wir duerfen uns nicht ins Mittelalter zurueckschubsen lassen, weil irgendwelche alten Saecke noch im letzten Jahrhundert leben. #neuland
Haette es so ernste Copyrightverstoesse gegeben, warum kontaktiert ihr uns nicht wie alle anderen einfach per Kontakt Formular und teilt uns eure Probleme mit? Wir bearbeiten alle Copyrightverstoesse, wie jeder Dienst es im Internet auch machen muss.
Doch durch einen massiven finanziellen Einfluss und Lobbyismus versucht ihr Gesetze zu veraendern und anzupassen, damit es euch, der Content Mafia passt. #nonsenseGVU/VAP

Lasst euch von der Content-Mafia nicht herumschubsen und lasst euch nicht vorschreiben welche Seiten ihr besuchen duerft und welche nicht. Diese Entscheidung sollte euch ueberlassen werden! #freedom

Wir indexieren uebrigens wie viele andere Dienste auch legale Filme und Inhalte wie zum Beispiel: http://kinox.to/Stream/Rip_a_remix_manifesto.html und speichern nur Links und keine direkten Inhalte.
Da wir nicht nur tatenlos zuschauen, und euch gleichzeitig zeigen wollen, das Zensur keine LOESUNG ist, haben wir bereits ueber 30 Ersatz Domains mit verschiedenen IPs eingerichtet: bitte benutzt folgende Domains fuer den Anfang:

http://kinox.tvhttp://kinox.me

PS: Falls ihr unsere Alternativ Domains nicht benutzen wollt, benutzt den oeffentlichen Google DNS Server: 8.8.8.8!
Ansonsten kann auch ein VPN oder der Kostenlose Tor Browser benutzt werden!
Update 26.10.2014 – @GVU: Ihr macht euch laecherlicher als ihr seid. Aber VIELEN DANK erneut fuer die extreme (unbezahlbare) Werbung!! 🙂