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Steht die konventionelle Landwirtschaft vor dem Ende?

Im Jahr 2013 haben die Vereinten Nationen einen Bericht veröffentlicht, der aufzeigt, dass der weltweite Nahrungsmittelbedarf durch regionale Bio-Betriebe gedeckt werden könnte. Der UN-Bericht konstatiert, dass durch eine deutliche Verlagerung hin zu lokalem Bio-Anbau Probleme wie Ernährungssicherheit, Armut, Ungleichheit der Geschlechter und Klimawandel angegangen werden können.

Im Gegensatz zur konventionellen industrialisierten Landwirtschaft verringert die lokale Öko-Landwirtschaft den Energieaufwand und die Umweltverschmutzung, die durch den Transport von Lebensmitteln hervorgerufen werden. Eine andere Studie besagt, dass die ökologische Landwirtschaft in Relation zur Produktivität weniger Wasser verbraucht und allgemein eine geringere Umweltbelastung aufweist als der konventionelle Anbau.

Daten einer über 30 Jahre laufenden Studie des Rodale-Instituts zeigen, dass die Bio-Landwirtschaft sogar 33 Prozent mehr Produktion ergab als der konventionelle Anbau. Derzeit befinden sich rund ein Drittel der weltweiten Anbaufläche in Entwicklungsländern wie Indien, Uganda, Mexiko oder Tansania; auf Europa entfallen knapp 30, auf Nordamerika nur gut 8 Prozent.

Weitere Daten zur weltweiten Bio-Landwirtschaft finden Sie in der 2014 erschienenen Studie „The World of Organic Agriculture“ (die Studie von 2015 hier).

Biologisches Perpetuum Mobile: Pflanze lebt seit 40 Jahren in geschlossener Flasche

pflanze 40 jahre glas-flasche ohne wasser

Als der Engländer David Latimer seine in einer Glasflasche gehaltene Zimmerpflanze das letzte Mal vor über 40 Jahren goss, hätte er wohl kaum damit gerechnet, sich heute im Alter von 80 Jahren immer noch an ihr zu erfreuen. Die Pflanze mit Namen „Dreimasterblume“ wächst seit bald einem halben Jahrhundert ohne jegliche Zugabe von Wasser oder Luft – Latimer verschloss das Gefäß 1972. Das Gewächs recycelt seitdem ihren eigenen Abfall, um so Nährstoffe, Wasser und Sauerstoff zu gewinnen – ein biologisches Perpetuum Mobile quasi! Ursprünglich sei es nur als kleines Experiment gedacht, erzählt der englische Senior. “Es funktionierte erstaunlich gut. Kaum zu glauben, dass ich die Pflanze 1972 das letzte Mal gegossen habe.“

dreimasterblumeMithilfe des natürlichen Sonnenlichts kann die Pflanze Photosynthese betreiben, wodurch Kohlendioxid in Sauerstoff umgewandelt wird und nebenbei auch Wasser entsteht. Alte, abgestorbene Pflanzenreste wie Blätter fungieren zudem als Kompost, aus dem wichtige Nährstoffe entspringen. Dieses Miniatur-Ökosystem will der Engländer auch nach seinem Tod unbedingt erhalten und hofft nun, dass sich seine Kinder dieser autarken Pflanzung annehmen und das Experiment solange fortführen, bis es sein natürliches Ende findet…

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