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Steht die konventionelle Landwirtschaft vor dem Ende?

Im Jahr 2013 haben die Vereinten Nationen einen Bericht veröffentlicht, der aufzeigt, dass der weltweite Nahrungsmittelbedarf durch regionale Bio-Betriebe gedeckt werden könnte. Der UN-Bericht konstatiert, dass durch eine deutliche Verlagerung hin zu lokalem Bio-Anbau Probleme wie Ernährungssicherheit, Armut, Ungleichheit der Geschlechter und Klimawandel angegangen werden können.

Im Gegensatz zur konventionellen industrialisierten Landwirtschaft verringert die lokale Öko-Landwirtschaft den Energieaufwand und die Umweltverschmutzung, die durch den Transport von Lebensmitteln hervorgerufen werden. Eine andere Studie besagt, dass die ökologische Landwirtschaft in Relation zur Produktivität weniger Wasser verbraucht und allgemein eine geringere Umweltbelastung aufweist als der konventionelle Anbau.

Daten einer über 30 Jahre laufenden Studie des Rodale-Instituts zeigen, dass die Bio-Landwirtschaft sogar 33 Prozent mehr Produktion ergab als der konventionelle Anbau. Derzeit befinden sich rund ein Drittel der weltweiten Anbaufläche in Entwicklungsländern wie Indien, Uganda, Mexiko oder Tansania; auf Europa entfallen knapp 30, auf Nordamerika nur gut 8 Prozent.

Weitere Daten zur weltweiten Bio-Landwirtschaft finden Sie in der 2014 erschienenen Studie „The World of Organic Agriculture“ (die Studie von 2015 hier).

Fukushima hat immer noch globale Auswirkungen

Die Kernschmelze im japanischen Fukushima nimmt seit 2011 ihren Lauf, obwohl Regierungs­behörden und führenden Nachrichtenkanäle wiederholt versichert haben, die Situation habe sich beruhigt. Pausenlos fließt extrem strahlenbelastetes Kühlwasser aus dem zerstörten Kraftwerk in den Pazifik.

Der radioaktive Strom konnte bereits entlang der japanischen Küste nachgewiesen werden und hat das Potenzial, große Teile des Pazifiks und die Westküste Nordamerikas in Mitleidenschaft zu ziehen. Ungeachtet eines potenziellen Ausstoßes von Plutonium in den Pazifik, gab die Tokyo Electric Power Company (Tepco) kürzlich zu, das Werk leite täglich Wasser in den Ozean – verseucht mit der unvorstellbaren Menge von 150 Milliarden Becquerel Tritium sowie sieben Milliarden Becquerel Cäsium und Strontium.

Im krassen Gegensatz dazu steht das Verbot der japanischen Regierung, diverse Lebensmittel wie beispielsweise Gemüse und Fisch an die Bürgerschaft zu verkaufen, sofern mehr als 100 Becquerel Uran-Strahlung pro Kilogramm nachgewiesen werden können.

Mehr: http://tinyurl.com/mpvowcs

Großer Bruder Smart-TV

Shane Harris schrieb im The Daily Beast, Samsung versetze seine Kunden in Aufruhr, weil mithilfe gewisser Samsung-Produkte, unter anderem dem Smart-TV, Daten für Dritte gesammelt werden.

Ein einzeiliger Warnhinweis inmitten der allgemeinen Geschäftsbedingungen weist daraufhin, dass das TV-Gerät Gespräche mithört und die Informationen an eine ungenannte dritte Stelle übermittelt, sobald die Sprachsteuerung aktiv ist. Da die meisten Konsumenten die AGBs der Produkte nicht lesen, sind sie sich nicht im Klaren da­rüber,  auf welche Art die Geräte Daten sammeln und speichern. Samsung  äu­ßerte,  dass  Konsumenten den Geschäftsbedingungen zustimmen würden, indem sie die Stimmerkennungs­funktion nutzen.

Verbraucherschutzver­bände  haben  die  Angelegenheit mit George Orwells Roman 1984  verglichen, in  dem  Fernsehgeräte  für Spionagezwecke  einge­setzt werden.  Neben The Daily Beast gehörte  die BBC zu  den  ersten  gro­ßen  Medienkanälen,  die diese  Nachricht öffentlich machten.  Die  Geschichte von Samsungs  „lauschen­dem“  TV-Gerät fand  zwar Erwähnung in einigen Bei­trägen  größerer  Medien­konzerne – einschließlich CNN-, erfährt  gemessen an der Tragweite der Ent­hüllungen und der Anzahl der  Betroffenen  aber viel zu  wenig öffentliche  Aufmerksamkeit.

Source: http://tinyurl.com/Ijq2g8z

Impfkritik Teil 2

Anschließend an den letzten Beitrag widmen wir uns hiermit in einem längeren Artikel verschwörungsferner, wissenschaftlicher Impfkritik.

Auch Geimpfte übertragen die Masern

Eine bemerkenswerte Studie enthüllt, dass geimpfte Einzelpersonen sowohl an Masern erkranken als auch andere Geimpfte damit anstecken können. Damit wird die verbreitete Annahme, zwei Dosen MMR-Impfstoff seien „zu 99 Prozent“ effektiv, gleich doppelt widerlegt.

Ein grundlegender Irrtum bezüglich der vermeintlichen Effektivität einer Masernimpfung liegt darin, dass der Empfänger einer Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) eine bonafide-Immunität gegenüber diesen Krankheitserregern entwickelt. Der Glaube an die 99-prozentige Immunität dank zweier Dosen MMR-Wirkstoff ist weit verbreitet, obwohl tief greifende Gegenargumente aus der Epidemiologie und Klinikerfahrung vorliegen.

Diese fehlerhafte Annahme führte dazu, dass Öffentlichkeit, Regierung und Politik gleichermaßen dazu übergingen, für auftretende Masernerkrankungen die Nichtgeimpften verantwortlich zu machen, obwohl 18 Prozent aller Erkrankten geimpft sind -wohl kaum eine Bestätigung des „99-prozentigen Sicherheitsanspruchs“ des Wirkstoffs. Auf die offensichtliche Fehlbarkeit der Schutzwirkung verweist auch die Tatsache, dass die Behörden mittlerweile zwei Dosen verlangen.

Im vergangenen Jahr veröffentlichte die Zeitschrift Clinical Infectious Diseases eine bahnbrechende Studie. Zu den Autoren gehören Wissenschaftler aus dem Büro für Impfschutz des New-York-City-Departments für körperliche und geistige Gesundheit sowie Wissenschaftler der Zentrale für Impfschutz und Atemwegserkrankungen des Krankheitskontroll-und Präventionszentrums CDC in Atlanta. Die Studie bezog sich auf Erkenntnisse aus dem Masernausbruch in New York im Jahr 2011 und zeigte auf, dass Einzelpersonen, die Antikörper früherer Masernimpfungen aufwiesen, sowohl an Masern erkrankten als diese auch auf andere Menschen übertragen konnten (die sogenannte Zweitübertragung).

Besonders herausgestellt wurde der Fall einer Patientin, die zwei Dosen des Impfstoffs erhalten und dennoch vier ihrer Kontaktpersonen mit der Krankheit infiziert hatte. Zwei dieser Kontaktpersonen hatten ihrerseits bereits die Zweifachimpfung erhalten und wiesen Antikörper im Blut auf.

Das Phänomen, dass Geimpfte andere Geimpfte ansteckten, wurde von Gesundheitsbehörden und Medien weitgehend ignoriert. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter der CDC und des Büros für Impfschutz erkannten einen „Bedarf“ an einer
„gründlichen epidemiologischen und laboratorischen Untersuchung von Masernverdachtsfällen, ungeachtet des Impfstatus.“

Sprich: Die Forscher müssen ausschließen, dass Wirkstoffversagen und Ansteckung durch vollständig Erkrankte zu Masernausbrüchen beitragen.

Demgegenüber lässt sich momentan eine reflexartige „Beschuldige das Opfer“-Mentalität feststellen, sobald irgendwo Masern auftreten. Medien und/oder Gesundheitsbehörden stellen den Ausbruch so dar, als sei bewiesen, dass die Betroffenen keinen oder keinen ausreichenden Impfschutz hätten – oftmals ohne ausreichende Beweise für diese Aussage.

Quelle: GreenMedInfo.comhttp://tinyurl.com/n2wc3ux

Teil der Kategorie „Medizin“ der „Wissensschmiede

Impfkritik Teil 1

Folgend 2 kürzere Artikel als Teil einer kleinen Serie zum Thema Impfkritik – fern von Verschwörungstheorien und auch gar nicht in solcher Absicht! Der nächste Beitrag im April schließt thematisch hieran. Erinnert sei auch an den Artikel zur Zur Unvereinbarkeit medizinischer Gesunderhaltung und ökonomischem Profitstreben.

Oberste US-Gesundheitsbehörde manipu­liert Grippe-Sterbeziffer

Die Centers for Disease Control and Preventi­on (CDC), der Forschungs­- und Informationszweig des US-Gesundheitsministeriums, führen jährlich 36.000 Todesfälle auf die Influenza (Grippe) zurück und erklären den Verzicht auf die jährliche Grip­peimpfung zur Ursache; für den tödlichen Verlauf der Krankheit.

Die Amerikanische Ge­sellschaft Examinierter Krankenpfleger ASRN allerdings behauptet, die zehntausenden Grippeto­ten seien nur ein PR-Coup der CDC. Daten aus Sterbeurkunden und der US-Bevölkerungsstatistik besagen nämlich, dass jährlich höchstens 500 Menschen an der Grippe sterben. Darüber hinaus erschien eine Studie im American Journal of Public Health, die vermuten lässt, dass selbst diese Zahl noch zu hoch angesetzt ist.

Laut der ASRN be­schlossen die CDC in den frühen 2000er Jahren, die Grippe-Todesfälle aufzu­bauschen, als sie bemerk­ten, dass die Bevölkerung ihrem Ratschlag zur jähr­lichen Grippeimpfung nicht Folge leistete.

Quelle: ProjectCensored.org, http://tinyurl.com/18ptzds


 

Gates-Stiftung verantwortlich für Impfstoff-Betrug in Indien

Seit 2014 ermittelt das Oberste Bundesgericht von Indien gegen die Bill-&-Melinda-Gates-Stiftung. Der Stiftung wird vorgeworfen, sie habe den Gardasil-Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs (Human Papilloma Virus -HPV) des Herstellers Merck an Menschen getestet, obwohl bereits bekannt war, dass dieser schwerwiegende Nebenwirkungen, Schädigungen und Todesfälle nach sich ziehen kann.

Laut einem Bericht von Narayana Kumar in der Economic Times of India wurden im Jahr 2009 in der indischen Stadt Andhra Pradesh mehrere Tests an16.000    Schülerinnen im Alter von neun bis fünfzehn Jahren durchgeführt.Die Impfstoff-Versuche hatten zur Folge, dass 120 Mädchen schwer erkrankten und sieben verstarben.

Die Erkrankten litten an schweren, durch den Impfstoff hervorgerufenen Nebenwirkungen mit Symptomen wie Krampfanfällen, heftigen Magenschmerzen, Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen.Die für eine Durchführung der HPV-Impfung notwendigen Einverständniserklärungen wurden rechtswidrig von den Heimleitern der Mädchen oder von ihren des Lesens und Schreibens unkundigen Eltern mit einem Fingerabdruck unterzeichnet.Viele der Mädchen und deren Eltern verstanden weder die Tests noch die möglichen Risiken der Versuchsstudie, an der sie teilnahmen.

Quelle: ProjectCensored.org,; http://tinyurl.c0m/077mzu2

Teil der Kategorie „Medizin“ der „Wissensschmiede

 

 

Der sterbende Stern

Wenn man sich das folgend Ausgeführte nicht explizit vor Augen führt, hätte man es wohl nie mitbekommen: Der Onlineableger des „Sterns“ namens http://www.stern.de scheint nicht nur keine Rolle mehr in den nationalen Onlinemedien zu spielen – er scheint auch von Googlenews als in der Versenkung verschollen aussortiert.

stern de niedergang

Woran liegt’s?

Nun, wenn man sich die Website des Sterns mal anschaut, kann man schnell erahnen: Eine Aufmachung wie bei Vice, doch eine Inhaltsleere wie Clickbait– oder SEO-Seiten . Macht den Test: geht zu Googlenews und scrollt von oben nach unten; es wird sich kein einziger Artikel gelistet finden, der vom Stern stammt. Schon der deutsche „Starblogger“ Stefan Niggemeier hat vor einigen Jahren die Nichtigkeit des Stern-Onlineauftrittes entlarvt.

Der sterbende Schwan Stern scheint demnach nicht nur der allgemeinen Opferung der Printmedien zu erliegen – er scheint auch das erste prominente Opfer des Mainstream Onlinejournalismus geworden.

Sodann, ihr Medienschaffenden: Nehmt euch ein Beispiel am Stern und macht euren Job – statt ungezwungener Selbstgleichschaltung besser dem Strome entgegen schwimmen…

Magic Mushrooms und Zauberpilze als Alternative zu Psychopharmaka?

Man mag es auf den ersten Blick kaum glauben, doch ein Leser (Danke Daniel an dieser Stelle!) überschwemmte mich förmlich mit Artikeln und Studien über das relativ neue Phänomen, wonach die Schulwissenschaft und klassische Medizin anfängt, den Wirkstoff von Magic Mushrooms („Zauberpilze“) Psilocybin als potentielles Medikament zu entdecken – Drogen zur Heilung?!

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xHamster Statistik und Zahlen für 2015

Nicht, dass wir uns falsch verstehen: der folgende Beitrag macht weder Werbung für Pornographie, noch verbreitet er sie – aus diesem Grund wird es auch keinen Direktlink zur Quelle geben, vielmehr soll dieser kurze Artikel als dauerhaft einsehbare, verwertbare Quelle zur Aufbewahrung statistischen Wissens dienen.

Diese hier nicht explizit verlinkte Quelle ist der im Titel genannte Anbieter für kostenlose Pornographie „xHamster“, der dem interessierten Nutzer einen Einblick in die Jahresstatistik von 2015 gestattet. In diesem sind bemerkenswerte Zusammenhänge festzustellen, etwa welche Länder wie oft pro Einwohner auf die Erotikwebseite zugreifen. Mit großem Abstand führt Deutschland diese Statistik an: 32 mal hat ein jeder Deutsche die Internetseite 2015 besucht und belegt damit den 1. Platz! Im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Einwohner ist dies ein recht hoher Wert, was im Vergleich zur Anzahl der Videoviews ersichtlich wird:  7,3 Millionen hiervon kamen aus den USA (Platz 1), während Deutschland mit 2,6 Millionen vergleichsweise viel aufzuweisen hat – denn die Einwohnerzahl Deutschland beträgt gerundet 80 Millionen, während in den USA 320 Millionen Menschen leben. Verhältnismäßig viele Menschen schauen also verhältnismäßig oft Pornos in Deutschland.

Mit fast 50 Millionen Suchanfragen war das Wort „teen“ der am häufigsten gesuchten Begriff (länderübergreifend). Insgesamt wurden ganze 33 Milliarden (!) Mal Videos angeschaut, die 243.369 Stunden angesehenes Material ausmachen!

Eine interessante Frage wäre: Wieso liegen die USA als (vermeintlich) weltweit größter Pornoexporteur im relativen Verhältnis abgeschlagen hinten? Und weshalb befinden sich die Deutschen so weit an der Spitze?

Zunächst müsste man einmal alle genannten Länder mit deren Einwohnerzahl vergleichen, um hier verlässlich weitergehende Aussagen treffen zu können. Und der Grund, weshalb vergleichsweise wenig US-Amerikaner Pornos schauen, dürfte wohl zuvorderst in der Tabuisierung von Sex innerhalb der amerikanischen Gesellschaft liegen – selbst Brüste müssen dort ja im Fernsehen verpixelt werden.

Statistik für xHamser – Zahlen, Daten, Zugriffe, Views etc.

Abschließend nun die Ergebnisse von xHamster als verwertbare Quellen. Hierzu wurden die Ergebnisse mittels Screenshot gespeichert, um so authentisch wiedergegeben werden zu können:

xhamster stats 1xhamster stats 2xhamster 3xhamster 4xhamster 5xhamster 6 stats views results 2015

Verhinderte Kommentare und semizensiertes Meinungsklima in der Online-Flüchtlingsdebatte

Die deutsche Medienlandschaft scheint im Umgang mit Online-Kommentatoren unter ihren Artikeln über ein beliebiges Flüchtlingsthema sehr gespalten. Einige Nachrichtenportale ermöglichen eine Online-Diskussion, andere nur äußerst spärlich und wiederum andere überhaupt nicht.

Dazu eine kurze, bei weitem nicht vollständige Liste der entsprechenden Nachrichtenportale.

Ermöglicht oft eine Diskussion unter Flüchtlingsartikeln:

Welt online

Focus online

Ermöglicht selten eine Diskussion unter Flüchtlingsartikeln:

Spiegel online*

Ermöglicht keine Diskussion unter Flüchtlingsartikeln:

Bild.de**

Meinungsklima in den Kommentarbereichen:

Interessant ist auch die Beobachtung, dass in JEDEM Diskussionsstrang eines Artikels zur Flüchtlingsproblematik die Kritiker zu über 90% überwiegen! Fast alle Kommentatoren kritisieren den planlosen Umgang der Bundesregierung mit den nach Deutschland und Europa strömenden Flüchtlingen. Dennoch sollen laut Umfragen noch etwa 50% der Deutschen für die Aufnahme von weiteren Flüchtlingen sein. Wie lässt sich diese Diskrepanz erklären? Manipulation ist sicherlich nicht der Schlüssel zur Beantwortung dieser Frage; vielmehr wird es so sein, dass sich in den Online-Kommentarbereichen überwiegend internetaffine, politisch interessierte Menschen befinden, während die Umfragen auch alle anderen Menschen einbeziehen. Diese Diskrepanz lässt sich nämlich schon seit vielen Jahren beobachten: unter jedem politischen Artikel wird das politische System und die Regierung stark angegriffen; dennoch spiegelt sich diese virtuelle Meinungshoheit nie in den Wahlergebnissen wider.

PS. Damit wir uns nicht falsch verstehen: meiner Auffassung nach hat jeder Mensch dieses gemeinsamen Planeten das Recht, sein Wohnland selbst festzulegen und schrankenlos siedeln zu dürfen UND können. Leider verhindert dies unser gegenwärtiges System „Kapitalismus“ und erschwert zudem die Integration von Flüchtlingen – weil es eben viel kostet und das Geld nicht von dort genommen wird, wo es reichlich vorhanden ist; nämlich bei den „Hyperreichen“ (Multi)Millionären. Stattdessen belastet man „die kleinen Leute“ und provoziert so enorme soziale Spannungen. So kann man vor Not und Elend fliehende Menschen in nur viel zu geringer Anzahl menschenwürdig versorgen, die Kapazitäten platzen dennoch jetzt schon aus allen Nähten. Überdies trägt der Kapitalismus durch seinen immerwährenden Profitzwang die Hauptschuld an Armut und Krieg – und damit den wesentlichen Ursachen der Flüchtlingsströme. Die westliche Welt profitiert seit Jahrhunderten von der Ausbeutung rohstoffreicher, doch letztlich armer Länder. Nun müssen sie diese selbst gekochte Suppe auch auslöffeln! Überdies gilt es zu beachten, dass die neuen Mitmenschen mehr revolutionäres Potential mitbringen, als der alteingessene Deutsche: nicht unwahrscheinlich, dass wir uns mit den Flüchtlingen die Totengräber des Kapitalismus ins Boot geholt haben; es wäre großartig!

* Spiegel online am 8.10.2015:

Liebe Leserinnen und Leser,im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf SPIEGEL ONLINE finden Sie unter diesem Text kein Forum. Leider erreichen uns zum Thema Flüchtlinge so viele unangemessene, beleidigende oder justiziable Forumsbeiträge, dass eine gewissenhafte Moderation nach den Regeln unserer Netiquette kaum mehr möglich ist. Deshalb gibt es nur unter ausgewählten Artikeln zu diesem Thema ein Forum. Wir bitten um Verständnis.

** „Bild“ fragt am 8.10. ihre Leser per Telefon und Zuschrift um deren Meinung, gewährt aber weiterhin keinen Raum für Online-Diskussionen.

NACHTRAG 16.10.:

„Bild“ hat meine Anfrage beantwortet, weshalb denn keine Flüchtlingsartikel kommentierbar seien. Die Antwort war recht ausweichend:

„Auch bei uns ist es möglich, bestimmte Artikel zur Flüchtlingsthematik zu kommentieren, heute zum Beispiel diesen:

Der erste Kommentarbereich überhaupt! Aber wieso gibt es sonst keine Kommentarfunktion? Dem wich man in der Antwort gekonnt aus…

Wie die Flüchtlingsfrage gelöst werden könnte

In diesen Tagen kommen immer gewaltigere Kraftanstrengungen auf Deutschland zu, denn ungebrochen hält der Flüchtlingsansturm nach Mitteleuropa an – unhaltbaren kriegerischen oder ökonomischen Zuständen versuchen Millionen Menschen weltweit, zu entkommen.  Und wer kann es ihnen verdenken?

Die oberste Ursache der Flüchtlingsbewegung liegt zunächst in der Ausbeutung und Unterdrückungspraxis durch die Erste Welt gegenüber der Dritten Welt. Eine zweite, konkrete Ursache für die vielen Nah-Ost-Flüchtlinge, besteht in der Destabilisierung der gesamten Region durch die US- und NATO geführten Angriffs- und Ressourcenkriege.  Nun löffeln wir die Suppe aus, die wir selbst Jahre lang angerührt haben.

Aber wie ließe sich die Krise nun lösen?

Theoretisch müsste man die Ursache – Armut und Krieg – an ihrer Wurzel packen. Dazu aber bedarf es eines postkapitalistischen Gesellschaftssystems, denn im Gegenwartssystem Kapitalismus gehört Ausbeutung und Krieg untrennbar zusammen. Diese Unvereinbarkeit von Wunsch (globaler Frieden) und Realität muss medial diskutiert werden!

Wie aber die Krise jetzt vor Ort lösen? Letztlich läuft die „Flüchtlingsfrage“ immer auf den Aspekt der Finanzierung hinaus: können wir uns dies leisten? Und hier böte es sich an, endlich mal ein paar Prozentanteile Solidarsteuer der wirklich reichen einzubeziehen – gestaffelt nach vermögen, müssten Millionäre, Multimillionäre und Milliardäre nur wenige Prozent ihres unsäglich gewaltigen Vermögens abtreten und die Kostenfrage wäre vollständig gelöst. Und wahrscheinlich würden es die Betreffenden auch gar nicht mitbekommen, dass an ihrem Kontostand minimalste Veränderung stattfand.

Wieso aber liest man diesen Vorschlag KEIN EINZIGES MAL in den Medien? Vielleicht, weil einige der „Superreichen“ große Mediennetzwerke ihr Eigen nennen? Aber es widerspricht auch dem marktwirtschaftlichen Geist, dass  jemand sein Privatbesitz aus Nächstenhilfe teilen muss. Nein, da belasten wir lieber den normalen Bürger mit all den Unkosten, bloß nicht die Milliarden von dort einfordern, wo sie ungebraucht herumliegen.

NACHTRAG:

Ein äußerst wichtiger fakt wurde völlig vergessen – die Nichthilfe und Ignoranz der reichen arabischen Nachbarstaaten um die Saudi Arabien, VAE, Qatar und co.  Quasi keinen einzigen syrischen Flüchtling haben diese Länder aufgenommen. Wie ist das zu erklären? Und wieso stürzen sich nicht die Medien auf diese Ungereimtheit und fordern diploatmische Konsequenzen? Wieso fordert die Bundesregierung nicht lautstark, sich an der Bewältigung der Flüchtlingskrise zu beteiligen?

Eine mögliche Erklärung für dieses asoziale, unsolidarische Verhalten liefert der Missionierungsgedanke. Macht es aus Sicht dieser muslimischen Staat nicht sehr viel Sinn, Millionen von Muslimen nach Europa wandern zu lassen, sodass sich dort die Religion verbreitet? Auch bergen diese Flüchtlingsströme das Potential zur Destabilisierung des europäischen Sozialgefüges sowie einer ökonomischen Schwächung. Dies wiederum läge doch sehr im Sinne der Wirtschaftskonkurrenz, zum Beispiel der USA. Aus diesem Grund vermuten manche auch den Einsatz der Flüchtlingswelle als sog. Migrationswaffe.

PS. dass wir uns nicht falsch verstehen: ich verstehe jeden einzelnen Flüchtling, habe gar Verständnis für sog. „Wirtschaftsflüchtlinge“ aus dem Balkan. Meinetwegen kann jeder Mensch dorthin gehen, wo er sich am meisten Glück verspricht. Das Problem liegt aber in unserem Gegenwartssystem namens Marktwirtschaft, welches soziale Wohltat als inkompatibel zur Ideologie des ständigen Profitzwanges betrachtet (siehe oben Ausführungen zu den kaum besteurten „Superreichen“). In einem alternativen System  wären die Flüchtlingskosten sehr leicht zu bewältigen, im Kapitalismus allerdings nicht. Zudem setzt der Kapitalismus nicht an den eigentlichen Ursache der Migrationsbewegung an, sondern bedingt diese selbst.