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Wie die Flüchtlingsfrage gelöst werden könnte

In diesen Tagen kommen immer gewaltigere Kraftanstrengungen auf Deutschland zu, denn ungebrochen hält der Flüchtlingsansturm nach Mitteleuropa an – unhaltbaren kriegerischen oder ökonomischen Zuständen versuchen Millionen Menschen weltweit, zu entkommen.  Und wer kann es ihnen verdenken?

Die oberste Ursache der Flüchtlingsbewegung liegt zunächst in der Ausbeutung und Unterdrückungspraxis durch die Erste Welt gegenüber der Dritten Welt. Eine zweite, konkrete Ursache für die vielen Nah-Ost-Flüchtlinge, besteht in der Destabilisierung der gesamten Region durch die US- und NATO geführten Angriffs- und Ressourcenkriege.  Nun löffeln wir die Suppe aus, die wir selbst Jahre lang angerührt haben.

Aber wie ließe sich die Krise nun lösen?

Theoretisch müsste man die Ursache – Armut und Krieg – an ihrer Wurzel packen. Dazu aber bedarf es eines postkapitalistischen Gesellschaftssystems, denn im Gegenwartssystem Kapitalismus gehört Ausbeutung und Krieg untrennbar zusammen. Diese Unvereinbarkeit von Wunsch (globaler Frieden) und Realität muss medial diskutiert werden!

Wie aber die Krise jetzt vor Ort lösen? Letztlich läuft die „Flüchtlingsfrage“ immer auf den Aspekt der Finanzierung hinaus: können wir uns dies leisten? Und hier böte es sich an, endlich mal ein paar Prozentanteile Solidarsteuer der wirklich reichen einzubeziehen – gestaffelt nach vermögen, müssten Millionäre, Multimillionäre und Milliardäre nur wenige Prozent ihres unsäglich gewaltigen Vermögens abtreten und die Kostenfrage wäre vollständig gelöst. Und wahrscheinlich würden es die Betreffenden auch gar nicht mitbekommen, dass an ihrem Kontostand minimalste Veränderung stattfand.

Wieso aber liest man diesen Vorschlag KEIN EINZIGES MAL in den Medien? Vielleicht, weil einige der „Superreichen“ große Mediennetzwerke ihr Eigen nennen? Aber es widerspricht auch dem marktwirtschaftlichen Geist, dass  jemand sein Privatbesitz aus Nächstenhilfe teilen muss. Nein, da belasten wir lieber den normalen Bürger mit all den Unkosten, bloß nicht die Milliarden von dort einfordern, wo sie ungebraucht herumliegen.

NACHTRAG:

Ein äußerst wichtiger fakt wurde völlig vergessen – die Nichthilfe und Ignoranz der reichen arabischen Nachbarstaaten um die Saudi Arabien, VAE, Qatar und co.  Quasi keinen einzigen syrischen Flüchtling haben diese Länder aufgenommen. Wie ist das zu erklären? Und wieso stürzen sich nicht die Medien auf diese Ungereimtheit und fordern diploatmische Konsequenzen? Wieso fordert die Bundesregierung nicht lautstark, sich an der Bewältigung der Flüchtlingskrise zu beteiligen?

Eine mögliche Erklärung für dieses asoziale, unsolidarische Verhalten liefert der Missionierungsgedanke. Macht es aus Sicht dieser muslimischen Staat nicht sehr viel Sinn, Millionen von Muslimen nach Europa wandern zu lassen, sodass sich dort die Religion verbreitet? Auch bergen diese Flüchtlingsströme das Potential zur Destabilisierung des europäischen Sozialgefüges sowie einer ökonomischen Schwächung. Dies wiederum läge doch sehr im Sinne der Wirtschaftskonkurrenz, zum Beispiel der USA. Aus diesem Grund vermuten manche auch den Einsatz der Flüchtlingswelle als sog. Migrationswaffe.

PS. dass wir uns nicht falsch verstehen: ich verstehe jeden einzelnen Flüchtling, habe gar Verständnis für sog. „Wirtschaftsflüchtlinge“ aus dem Balkan. Meinetwegen kann jeder Mensch dorthin gehen, wo er sich am meisten Glück verspricht. Das Problem liegt aber in unserem Gegenwartssystem namens Marktwirtschaft, welches soziale Wohltat als inkompatibel zur Ideologie des ständigen Profitzwanges betrachtet (siehe oben Ausführungen zu den kaum besteurten „Superreichen“). In einem alternativen System  wären die Flüchtlingskosten sehr leicht zu bewältigen, im Kapitalismus allerdings nicht. Zudem setzt der Kapitalismus nicht an den eigentlichen Ursache der Migrationsbewegung an, sondern bedingt diese selbst.

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Der Josephspfennig: Beispiel & Beleg für den zwangsläufigen Zusammenbruch eines zinsbasierten Geldsystems

Unser Geldsystem basiert auf einem mathematisch nachweisbaren Grundfehler: nämlich der Annahme, jeder verzinste Kredit könne mit Fleiß zurückgezahlt werden. Dabei trifft dies nur für einen Teil der Schuldner zu, denn egal wie sehr sich jemand engagiert, es MUSS immer Leute geben, die ihre Kreditschulden niemals zurückbezahlen können, egal wie sehr sie sich auch anstrengen. Dies hat seinen Grund in der mathematischen Tatsache, dass ein jedes verzinstes Geldvermögen exponentiell wächst, also Richtung Unendlichkeit. Die Basis für die Schuldentilgung kommt allerdings vom Wirtschaftswachstum, das nicht wie ein verzinster Geldsatz ebenso dauerhaft exponentiell wachsen kann – ganz einfach, weil Grund und Boden auf dem Planeten Erde begrenzt sind, eine Zinsschuld aber auf dem  Papier fröhlich weiter Richtung Unendlichkeit ohne Obergrenze wächst.

Langfristig gesehen kann deshalb ein großer Teil der weltweiten Verschuldung NIEMALS zurückbezahlt werden, denn dies verhindert der Strukturfehler im Zinssystem. Das heißt, in einem solchen Wirtschaftssystem MUSS es immer wieder zu schweren Krisen und Crashs führen, während nur eine Minderheit der richtig Reichen davon profitieren. Ein Beispiel für die Absurdität einer Zinsschuld sei folgend das Beispiel des Josefspfennig genannt. Hier zeigt sich, was innerhalb einer längeren Periode mit einem Pfennig passiert, wenn er vor 2000 Jahren zu Jesus Geburt angelegt worden ist und bis heute als Guthaben gewachsen wäre:

Der Josephspfennig als Grafik veranschaulicht:

josephspfennig_beispiel_zinskritik

Als leicht verständliches Einführungsvideo in die wissenschaftliche Zinskritik empfehle ich Vorträge von Prof. Bernd Senf:

Bernd Senf: Die Weltfinanzkrise – Tiefere Ursachen und not-wendige Veränderungen from Hans Fleischer on Vimeo.